8 Kräuter für jeden Küchengarten – Teil 2

8 Kräuter für jeden Küchengarten – Teil 2

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Über die ersten 4 Küchenkräuter, die meiner Meinung nach in keinem Kräutergarten fehlen dürfen, habe ich in diesem Beitrag berichtet: Basilikum, Liebstöckel / Liebstock / Maggikraut, Minze und Oregano. Alle vorgestellten Kräuter können im Gartenim Topf, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kultiviert werden, sind pflegeleicht und aromatisch.

Petersilie

Dieses Kraut ist neben Schnittlauch eines der wichtigsten Gewürze in der deutschen Küche. Es wertet zum Beispiel Suppen, Saucen, Kartoffel-, Fisch und Eiergerichte auf. Man sollte Petersilie nicht mitkochen, sondern erst am Schluss über das fertige Gericht streuen bzw. einrühren, weil sie beim Kochen an Aroma verliert. Petersilie-Blätter werden sowohl als Gewürz, als auch in der Heilkunde verwendet.

Petersilie (lat. Petroselinum crispum), auch Peterle genannt, zählt zur Familie der Doldenblütler und ist eine grundsätzlich zweijährige, bedingt winterharte Pflanze. Sie ist das pflegeintensivste Kraut der 8 vorgestellten Küchenkräuter. Sie fühlt sich an einem halbschattigen Standort in einer lockeren, kompostreichen Erde wohl. Ich verwende ein Gemisch aus Gartenerde und Komposterde im Beet. Für die Kultivierung im Topf ist Qualitätsblumenerde geeignet. Sie benötigt konstante Feuchtigkeit, Staunässe sollte vermieden werden. Petersilie im Topf kann hier und da gedüngt werden. Sie ist selbstunverträglich, daher sollte sie erst nach 3-4 Jahren wieder an denselben Platz gepflanzt werden wie Mitglieder der Familie der Doldenblütler (z.B. Karotten, Dill, Fenchel). Sie ist ein wahrer Leckerbissen für Schnecken. Aus diesem Grund sollte im Freien ein entsprechender Schneckenschutz vorgenommen werden. Außerdem ist sie anfällig für Mehltau und Wurzelfäule. Diesen Krankheiten kann man mit dem passenden Standort und den richtigen Pflegemaßnahmen entgegenwirken.

Petersilie ist relativ schwer zu züchten und zählt zu den „Zicken“ unter den Kräutern. Nur wenn sie mit den Anzuchtbedingungen voll und ganz zufrieden ist, wird sie zu einer kräftigen Jungpflanze heranwachsen. Grundsätzlich kann man sie ganzjährig auf der Fensterbank ziehen. Der ideale Zeitpunkt ist jedoch ab Anfang März im Frühbeet bzw. auf der Fensterbank oder ab Ende April bzw. im Sommer (Juli, August) direkt im Freilandbeet. Je wärmer der Boden, desto besser. Nach dem Aussäen heißt es zunächst einmal Warten. Die Petersilie lässt sich nämlich gerne Zeit beim Keimen und so muss man schon einmal einen Monat Geduld aufbringen bis sich der erste Keimling blicken lässt. Während dieser Zeit muss die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Samen nie austrocknen.

Alternativ kann man sich eine Jungpflanze kaufen und diese ab Ende April ins Freie setzen oder stellen. Vorgezogene Jungpflanzen sollten vor dem Umzug ins Freie unbedingt abgehärtet werden, damit sie keinen Temperaturschock erleiden. Dazu tagsüber einfach immer länger ins Freie stellen und langsam an die Temperaturen, die Sonne und den Wind gewöhnen.

Geerntet werden kann jederzeit bei Bedarf. Man sollte immer nur die äußeren Blätter ernten und die inneren Herzblätter stehen lassen, weil die Pflanze daraus immer wieder neu austreibt. Am besten knapp über dem Boden abschneiden, damit sie buschig nachwächst.

Die Vermehrung erfolgt durch Samen, was sich – wie oben beschrieben – oft als Geduldsprobe erweist.

Petersilie schmeckt ganz frisch am intensivsten. Aber auch beim Einfrieren bleibt das Aroma sehr gut erhalten. Dazu werden die Blätter zunächst klein geschnitten und dann je nach Belieben in einem Behälter oder mit Wasser bzw. Öl in Eiswürfelbehältern portionsweise eingefroren. Trocknen ist ebenfalls möglich. Man kann die frisch geernteten Stiele zu Bündeln zusammenbinden und Kopfüber an einem luftigen, trockenen, warmen Ort aufhängen. Oder man zupft die einzelnen Blätter von den Stielen und breitet sie schön locker z.B. auf einem Backblech mit Backpapier aus. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. Bei beiden Methoden ist das konservierte Kraut mindestens 1 Jahr haltbar.

Petersilie-im-Beet-Steiermarkgarten

Rosmarin

Dieses Kraut zählt zu den Klassikern in der mediterranen Küche. Wie wäre es mit Rosmarin-Kartoffeln, Zitronen-Rosmarin-Huhn mit Couscous oder Rosmarin-Balsamico-Schweinfeilet? Rosmarin (lat. Rosmarinus officinalis), auch Marienkraut genannt, zählt zur Familie der Lippenblütler (lat. Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, bedingt winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und enthält unter anderem ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und Saponine. Es werden die nadelförmigen Blätter verwendet.

Das Kraut hat eine antibakterielle, entspannende, entzündungshemmende, nervenstärkende und krampflösende Wirkung. Es wird hauptsächlich in der mediterranen Küche verwendet, ist aber eine vielseitige Heilpflanze mit breitem Wirkungsspektrum und wird z.B. bei Atembeschwerden, Blähungen, Verdauungsproblemen, Rheuma, Gicht, Herzproblemen, Kopfschmerzen, nervöser Unruhe, Menstruationsbeschwerden, Haarausfall und Ekzemen eingesetzt. In der Schwangerschaft sollte man Rosmarin nicht verwenden, weil dadurch Wehen ausgelöst werden können.

Rosmarin ist eine typische mediterrane Pflanze und bevorzugt daher einen sonnigen, warmen Standort. Er fühlt sich in einer sandigen, wenig humosen und wasserdurchlässigen Erde wohl. Ich verwende Kräutererde oder Gartenerde, die ich mit Sand und Kies im Verhältnis 1:1:1 mische. Als guter Nachbar gilt z.B. Salbei. Man kann Rosmarin auch hervorragend im Topf kultivieren.

Rosmarin kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten ab März vorkultiviert werden. Man legt die Samen in einen Topf mit Anzuchtserde, bedeckt sie nur leicht mit Erde (Lichtkeimer) und hält sie mit Hilfe eines Wasserzerstäubers an einem warmen, hellen Ort gleichmäßig feucht. Die Keimdauer beträgt 3-5 Wochen bei einer Keimtemperatur von 18-22°C. Nach den Eisheiligen können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Dabei sollte ein Pflanz- und Reihenabstand von mindestens 40-50 cm eingehalten werden.

Rosmarin sollte im ersten Jahr mehr gegossen werden, später nur mäßig und Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Eine Kiesschicht um die Pflanze sorgt für eine ideale Wärmespeicherung. Eine Mulchschicht darf keinesfalls aufgebracht werden, weil dadurch zu viel Feuchtigkeit gespeichert wird und leicht Schimmel auftreten kann. Das Kraut neigt zum Verholzen. Auf den verholzten Teilen wachsen keine frischen Triebe mehr und so verkahlt der Strauch nach einigen Jahren. Aus diesem Grund ist ein jährlicher, kräftiger Rückschnitt eine wichtige Pflegemaßnahme. Hierzu eignet sich der April, spätestens Mai, wenn sich die ersten neuen Triebspitzen zeigen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Triebspitzen werden bis wenige Zentimeter über dem Holz zurück geschnitten. Ins Holz sollte man nicht schneiden, denn verholzte Teile treiben nur schwer wieder aus. Das Auslichten ist unter anderem sehr wichtig, damit wieder genug Luft und Licht zur Pflanze kommt (schützt vor dem Befall mit Schädlingen und Pilzen). Im Herbst sollte kein Rückschnitt mehr erfolgen, weil die Pflanze ab dieser Zeit Energie für die Überwinterung sammelt. Durch regelmäßiges Abernten, d.h. Abschneiden neuer Triebe, wächst die Pflanze buschiger aus und die Verholzung kann verzögert werden. Vertrockneter Rosmarin ist ein Hinweis darauf, dass zu viel gegossen wurde. In diesem Fall sollte man die Pflanze ausgraben und die faulen Wurzeln mit einem scharfen, sauberen Messer wegschneiden (leicht schräge Schnittfläche). Gelbe Nadeln sind ein erster Hinweis für zu hohe Feuchtigkeit.

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von April bis Juli.

Geerntet werden kann bei Bedarf. Je nach benötigter Menge werden Triebspitzen oder ganze Stängel abgeschnitten. Rosmarin kann man sowohl frisch als auch getrocknet verzehren.

Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge, Teilung größerer Stöcke oder Samen.

Rosmarin eignet sich zum Trocknen. Dazu werden die Stiele zusammengebunden und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. In luftdichten Dosen oder Gläsern an einem kühlen und trocknen Ort aufbewahrt, kann man das getrocknete Kraut ca. 1 Jahr verwenden.

Jungen Rosmarin und im Kübel gepflanzten Rosmarin sollte man im Haus an einem kühlen (5-10°C), aber frostfreien und möglichst hellen Ort überwintern. Während der Winterzeit sollte nur selten gegossen werden. Idealerweise bleibt er nur so kurz wie möglich im Haus (nur, wenn Frost droht). Im Haus werden die Pflanzen nämlich leicht geschwächt und anfälliger für Krankheiten. Älterer, größerer Rosmarin (ab dem 3. Standjahr) kann auch im Freien überwintern. Verwendet man einen Frostschutz, muss eine ausreichende Luftzirkulation möglich sein. Der Schutz sollte luft- und lichtdurchlässig sein (Rosmarin ist immergrün und braucht auch im Winter Sonne).

Ein Schädlingsbefall am Rosmarin tritt meist nach einem zu trockenen Winter und einer unsachgemäßen Überwinterung auf. Um Läuse, Fliegen und Milben zu bekämpfen, taucht man den Rosmarin für ca. 15 Minuten unter Wasser (nicht die Wurzeln) und haltet die Luft für mehrere Tage möglichst feucht (z.B. indem man die Pflanze mit einer Klarsichtfolie abdeckt).

Rosmarin-Steiermarkgarten

Schnittlauch

Dieses Kraut ist vermutlich das wichtigste und bekannteste Gewürzkraut in der deutschen Küche. Es ist der Klassiker auf dem Butterbrot, passt zu Aufstrichen, Suppen, Salaten, Eiergerichten und und und.

Schnittlauch (lat. Allium schoenoprasum) zählt zur Familie der Amaryllisgewächse (Unterfamilie Lauchgewächse) und ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Sie fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in einer lockeren, kompostreichen Erde wohl. Ich verwende ein Gemisch aus Gartenerde und Kompost. Im Topf ist Qualitätsblumenerde passend. Schnittlauch benötigt konstante Feuchtigkeit, Staunässe sollte vermieden werden. Im Beet muss in der Regel nur beim Anwachsen und bei andauernder Hitze gegossen werden, wobei im Topf auf regelmäßige Wassergaben zu achten ist. Das überwinterte Kraut freut sich jeden Frühling über eine Gabe Kompost oder sonstigen organischen Dünger. Im Topf sollte ab dem Frühling alle 2-3 Wochen eine Düngung erfolgen. Gibt man Schnittlauch genügend Platz und Luft, wird er sich zu einer kräftigen Pflanze entwickeln. Ebenso wie alle anderen Jungpflanzen aus dem Handel sollte auch er sofort nach dem Kauf in größere Töpfe  bzw. direkt ins Beet umgepflanzt werden. Er ist robust und kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Diese treten meist durch Pflegefehler auf (z.B. Staunässe).

Schnittlauch kann auf der Fensterbank ganzjährig gezogen werden. Für die Anzucht eignen sich sowohl Anzucht-/Kräutererde als auch Gartenerde oder Blumenerde. Die Dunkelkeimer müssen etwa einen Finger breit mit Erde bedeckt werden, damit sie keimen. Als optimale Keimtemperaturen für die Kaltkeimer gelten 1-10°C. An einem hellen Ort und bei konstant feuchter Erde zeigen sich nach 7-14 Tagen die Keimlinge. Sobald die Triebe 5-10 cm groß sind, werden jeweils 20 Triebe in einen 20-25 cm Topf bzw. direkt im Beet mit 20 cm Abstand zwischen den Büscheln gesetzt. Ab März können die Samen direkt ins Freilandbeet gesät werden (zugedeckt mit einem Gartenvlies kann die Keimung beschleunigt werden).

Geerntet werden kann bei Bedarf. Dabei wird das Kraut knapp über dem Boden geschnitten, möglichst von außen nach innen (frische Triebe entwickeln sich aus der Mitte). Durch regelmäßiges Abernten kann man welken Blättern vorbeugen und die Pflanze wächst buschiger nach. Blütenstände sollten ausgebrochen werden, wenn man den aromatischen Geschmack des Krauts erhalten will. Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis Juli. Als Abwechslung zum Kraut können aber auch die Blüten in der Küche verwendet werden.

Die Vermehrung erfolgt über Samen oder Teilung. Alle 3 Jahre im Frühling (April) sollten die Pflanzen ohnehin geteilt werden.

Schnittlauch kann durch Einfrieren hervorragend konserviert werden. Dazu wird das frisch geerntete Kraut klein geschnitten und dann je nach Belieben in einem Behälter oder mit Wasser bzw. Öl in Eiswürfelbehältern portionsweise eingefroren. Das konservierte Kraut ist mindestens 1 Jahr haltbar.

Vor der Überwinterung im Freien sollte Schnittlauch Ende Oktober knapp über dem Boden geschnitten werden.

Schnittlauch-mit-Bluetenansatz-Steiermarkgarten

Thymian

Dieses mediterrane Kraut schmeckt sowohl frisch als auch getrocknet als Gewürz für Gulasch, Braten, Fisch, Suppen, Soßen, Ratatouille, Kräuterbutter und viele weitere Gerichte. Außerdem ist es ein vielseitiges Heilkraut und ein immergrünen Bodendecker, der unkompliziert in der Pflege ist.

Thymian (lat. Thymus vulgaris), auch Gartenthymian oder Römischer Quendel genannt, zählt zur Familie der Lippenblütler (lat. Lamiaceae) und ist eine mehrjährige, meist winterharte Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Asien und enthält u.a. Zink, ätherische Öle (insb. Thymol), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Saponin. Es gibt über 200 verschiedene Arten, die als Gewürz- und Heilpflanzen sehr interessant sind. Es wird der oberirdische Teil der Pflanze verwendet. Thymian hat eine antibakterielle, beruhigende, blutstillende, desinfizierende, entzündungshemmende, krampflösende, pilztötende, schleimlösende, schweißtreibende Wirkung. Er hilft z.B. bei Beschwerden der Atemwege (Bronchitis, Husten, Erkältung, etc.), Verdauungsproblemen (Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, etc.), Rheuma, Gicht, Nierenentzündungen, Blasenentzündungen, Schlaflosigkeit, Verstauchungen, Gelenkschmerzen, schwer heilenden Wunden, Ekzemen, Pickel und in der Frauenheilkunde (Menstruationsprobleme, etc.). In der Schwangerschaft sollte er nicht in großen Mengen verwendet werden.

Thymian ist eine typische mediterrane Pflanze und bevorzugt daher einen sonnigen, warmen Standort. Er eignet sich ideal für Steingärten und Trockenmauern. Er fühlt sich in einer sandigen, nährstoffarmen und durchlässigen Erde wohl. Ich verwende Kräutererde oder Gartenerde, die ich mit Sand und Kies im Verhältnis 1:1:1 mische. Thymian ist selbstunverträglich und benötigt daher eine 4-jährige Anbaupause zu sich selbst und anderen Lippenblütlern (z.B. Pfefferminze, Majoran). Als schlechter Nachbar gilt Majoran. Man kann Thymian auch hervorragend im Topf kultivieren.

Thymian kann in warmen Wohnräumen oder Wintergärten von März bis Mai vorkultiviert werden. Man legt die Samen in einen Topf mit Anzuchtserde, bedeckt sie nur leicht mit Erde (Lichtkeimer) und hält sie mit Hilfe eines Wasserzerstäubers an einem warmen, hellen Ort gleichmäßig feucht. Nach den Eisheiligen können die Pflanzen ins Freie gesetzt werden. Dabei sollte ein Pflanz- und Reihenabstand von mindestens 25 cm eingehalten werden.

Thymian sollte man nur wenig gießen, Staunässe ist zu vermeiden.

Eine Kiesschicht um die Pflanze sorgt für eine ideale Wärmespeicherung. Eine Mulchschicht darf keinesfalls aufgebracht werden, weil dadurch zu viel Feuchtigkeit gespeichert wird und leicht Schimmel auftreten kann. Er neigt zum Verholzen. Auf den verholzten Teilen wachsen keine frischen Triebe mehr und so verkahlt der Strauch nach einigen Jahren. Aus diesem Grund ist ein jährlicher, kräftiger Rückschnitt eine wichtige Pflegemaßnahme. Hierzu eignet sich der April, spätestens Mai, wenn sich die ersten neuen Triebspitzen zeigen und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Triebspitzen werden bis wenige cm über dem Holz zurückgeschnitten. Ins Holz sollte man nicht schneiden, denn verholzte Teile treiben nur schwer wieder aus. Das Auslichten ist unter anderem sehr wichtig, damit wieder genug Luft und Licht zur Pflanze kommt (schützt vor dem Befall mit Schädlingen und Pilzen). Im Herbst sollte kein Rückschnitt mehr erfolgen. Durch regelmäßiges Abernten, d.h. Abschneiden neuer Triebe, wächst die Pflanze buschiger aus und die Verholzung kann verzögert werden.

Die Blütezeit erstreckt sich in der Regel von Juni bis September.

Geerntet werden kann bei Bedarf. Je nach benötigter Menge werden Triebspitzen oder ganze Stängel abgeschnitten. Thymian kann man sowohl frisch als auch getrocknet verzehren.

Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder Ausläufer.

Thymian eignet sich zum Trocknen. Dazu werden die Stiele zusammengebunden und kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort getrocknet. Idealerweise erfolgt die Ernte hierfür an einem regenfreien, trockenen Tag, damit der Trockenprozess nicht zu lange dauert und keine wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen. In luftdichten Dosen oder Gläsern an einem kühlen und trocknen Ort aufbewahrt, kann man das getrocknete Kraut ca. 1 Jahr verwenden.

Thymian kann im Freien überwintern. Manche Sorten freuen sich über einen Frostschutz (z.B. Stroh, Tannenzweige). Im Kübel gepflanzter Thymian sollte ins Haus an einen kühlen, aber frostfreien und möglichst hellen Platz geholt werden. Idealerweise bleibt er nur so kurz wie möglich im Haus (nur, wenn wirklich Frost droht). Im Haus werden die Pflanzen nämlich leicht geschwächt und anfälliger für Krankheiten.

Thymian ist grundsätzlich ziemlich robust. Krankheiten und Schädlinge treten meist bei Pflegefehlern auf (z.B. Grauschimmel bei Nässe).

Thymian-Blueten-Steiermarkgarten

Liebe Grüße,

Unterschrift-Carina

Zum Pinnen:

Kraeuter-fuer-den-Kuechengarten-Pin-Steiermarkgarten

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